Archiv für iLiveT

Tests

Posted in Uncategorized with tags , , , , on 26. Juli 2009 by klanggestaltung

Im Moment habe ich 2 neue Spielzeuge im Test:

1. Sennheiser Net1 und Wireless Systems Manager. Endlich auch bei entfernten Evolution-Empfängern alle relevanten Daten sehen (HF, AF, Batterie) und Frequenzspektrum-Scans ausführen können.

2. Wisycom Funkstrecken. Erster Eindruck von der Kurzvorführung: Wow. Bis zu 330 MHz Schaltbandbreite, Push-To-Talk-Funktion, Frequenzeinstellung auch bei ausgeschaltetem Sender. Hier sind viele sehr nützliche Funktionen in einem Produkt vereint.

3. iLive T Serie (soweit bekannt), ACE über Glasfaser plus Steuerung für Net1 und Wisycom. Im Moment (ACE + Net1) sieht es gut aus für die Bandbreite, keine Störungen.
Dazu gibt es noch ein nettes Talkback-Mikrofon, Sennheiser ME36 auf MZH 3040.
Endlich konnte ich mal wirklich die Effekte ausprobieren, die Selektion ist gut, Hall- und Modulationseffekte gefallen mir sehr gut, bei den Delays darf es gerne mehr werden, die Tap-Taste mit verschiedenen Notenwerten belegen z.B. Auch würde ich gerne ein Hall-Predelay tappen können. Klanglich gefällen die Effekte jedenfalls.

Genaue Testergebnisse Mitte August.

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Allen&Heath iLive(T) Testbericht

Posted in Praxis, Technik, Testberichte with tags , , , , , , on 25. Juni 2009 by klanggestaltung

Nach längerem Suchen nach einem neuen Digitalpult, welches kleine Konferenz- und Musikmisch Jobs erledigen kann bin ich 2008 über das iLive-System von Allen&Heath gestolpert. Da sich eine Kaufentscheidung meines Auftraggebers etwas verzögerte kam er in den Genuß eines unerwarteten Rabatts in Form der T-Serie.

Also wurde ein Demo-Gerät geordert (IDR 10 mit diversen analogen und digitalen In- und Output-Karten + iLive 80 Surface, also das modulare System) und ich durfte es testen.

Hauptsächlich ging es um Sprachbeschallung (Haupt-PA, Nearfills an der Bühne, Nearfills am Kopfende des Laufstegs, Delays, Ausspielungen für Webcast und Kamera) und die Verstärkung eines Stutzflügels.

Für die Sprache benutzen wir hauptsächlich Sennheiser HS2, den Flügel habe ich mit 2x Audio Technica ATM450 abgenommen.

Meine ersten Eindrücke am iLive: intuitiv, schnell, angenehm. Es ging natürlich schon beim Verlegen des „Multicores“ los. 2x CAT5e legen ist eine willkommene Abwechslung zu einem analogen Multicore.

Dann stellte ich fest: Am Surface (Bedieneinheit) fehlen mir Ausgänge, also Pult heruntergefahren, eine Ausgangs-Steckkarte aus dem MixRack entnommen, in das Surface gesteckt. Das Modulsystem der (großen) iLive ist nach dieser Erfahrung robust und einfach. Nach Hochfahren des Systems musste ich nur noch die Ausgänge zuweisen und schon ging es weiter.

In der Bedienung hatte ich mehrmals die Situation: Ich denke „jetzt möchte ich … machen, wie schön wäre es jetzt, wenn ich einfach … drücken würde und genau das passiert.“ Ich drücke mal dort wo ich denke und genau das passiert. Toll. Ebenso die Sicherung, daß man die 48V-Taste länger drücken muß um die Phantomspeisung an- oder auszuschalten.

Natürlich kam ich auch an Grenzen und zwar beim Kanal-EQ. Die 4-Band-Parametrik überlappt zwar aber es ist nicht möglich, 4 Notchfilter nah beieinander zu setzen.
Also nehme ich eine Gruppe zu Hilfe, um 4 weitere Bänder Parametrik-EQ und den Graphik-EQ zu bekommen. Moment, ich benutze Aux-Wege für die Near-Fills und die Monitore. Was nun?  Kein Problem, iLive ist weiterhin mein Freund, natürlich kann ich eine Gruppe, wie einen Kanal auch, auf meine Aux-Wege schicken. Toll.

Dann kann ich mir ja mal ein Headset aufsetzen, meinen Laptop und ein 15m-LAN-Kabel schnappen und auf der Bühne Koppelfrequenzen ziehen. Das macht ja Eindruck in der Halle 😉 Angenehm, daß es so unkompliziert ist, 2 Rechner gleichzeitig mit dem System zu verbinden (Am FOH stand ein Desktop mit großem Bildschirm für den Überblick und schnelles Patchen).

Der Flügel kommt. Es bleibt wenig Zeit für einen Soundcheck, also schnell die Mikrofone angebracht, mit Klemmen, damit es besser aussieht und der Flügel mobil bleibt. Ans Pult, Kanäle aufgezogen, viel musste nicht getan werden, der Flügel wird klingen.

Nach dem Job wurde überlegt, was denn jetzt gekauft wird, iLive war klar, am Ende wurde es das kleinste Paket der T-Serie, was die meisten Anforderungen meines Auftraggebers erfüllt und in Preis/Leistung einfach nicht zu schlagen ist.
Eventuelle Erweiterungen im Ein- und Ausgangsbereich am FOH können der Ethersound erfüllt werden, wenn die 6 analogen und 2 digitalen Ausgangskanäle am Surface nicht reichen sollten.

Inzwischen habe ich einige Jobs auf dem 80T machen können, beim letzten konnte ich sogar die Hallprogramme testen, die für meinen Geschmack sehr gelungen sind.

Inzwischen läuft die Kommunikation zwischen MixRack und Surface über ein FiberFox-System, zusammen mit DVI in eine Richtung sind alle 4 Fasern Multimode belegt. Gewandelt wird über Allied Telesyn-Converter.

Das Handling gefällt mir immer noch gut und ich freue mich darauf, mit der Zeit öfter an iLive-Konsolen arbeiten zu können.

Nachtrag Juli 2009:
Inzwischen habe ich einige Jobs mit der 80T machen können, hauptsächlich Sprachbeschallungen. Hier spielt der EQ seine Stärken eher nicht aus, mir fehlen noch Notch-Filter in ausreichender Anzahl. Das Routing über Gruppen hilft für den Moment. Am liebsten würde ich den Gruppen-Graphic-EQ gegen eine 8-Band-Parametrik eintauschen. Vielleicht gibt es auch bald einen PEQ für das Effekt-Rack, welches im Moment relativ brach liegt.
Eine Beschallung mit Musik (Improvisations-Theater mit Gesang und E-Piano) brachte für mich die Vorzüge des Pultes zum Vorschein, ein Gruppenmitglied fragte: „Oh, ein Digitalpult. Bist Du auch schnell damit?“ Ich konnte ruhigen Gewissens mit „Ja“ antworten und endlich den 482 Hall ausprobieren. Nett. Auch die Histogramm-Funktion in den Dynamics und die schnelle Beschriftung von Kanälen hat mir hier sehr geholfen.
Weiterhin warten wir auf die angekündigte Ethersound-Karte, damit wir die existierende Digigram-Hardware anbinden können, was die Input-Anzahl um 24 und die Output-Anzahl um 8 erhöhen würde.