Werkzeuge eines Tontechnikers

Über die Jahre sammeln sich nützliche Werkzeuge an, die ich auf meine Jobs mitnehme. Hier eine Vorstellungsrunde der Tools, die ich 2010 benutzt habe:

Das unvermeidliche Multi-Tool:

In meinem Fall ein Swiss Tool. Ich habe mich daran gewöhnt und benutze es für einfache mechanische Aufgaben. Bei schwierigeren Aufgaben frage ich meistens die Backline- oder Lichtkollegen, die meist eine praller gefüllte Werkzeugkiste besitzen.

Die unvermeidliche Taschenlampe:

Meine Haupt-Taschenlampe ist eine Walther Tactical, ich mag die Lichtqualität, ich benutze Akkus, da sonst die Batteriekosten erheblich wären.

Kabeltester:

Für Durchgangsprüfungen verwende ich den Rat Sound Sender und Sniffer. Praktisch daran ist, daß es ein single ended Kabeltester ist, d.h. man kann über lange Strecken Kabelverbindungen überprüfen. Das ist sehr praktisch z.B. bei Festinstallationen.

Die Whirlwind QBox ist mehr als ein Kabeltester, man kann in bestehende Verbindungen reinhören, die Einzeladern einer symmetrischen Verbindung getrennt abhören und Pegeltöne auf eine Verbindung geben.

Spektralanalyse:

Zum Einrichten von Beschallungsanlagen verwende ich Smaart7 von Rational Acoustics. Die Zeiterparnis durch eine Überprüfung des Designs und einer genauen Zeitabstimmung der einzelnen Subsysteme ist für mich enorm und ich kann mehr Energie auf andere Aspekte meiner Arbeit verwenden.
Für mehr Flexibilität bei der Positionierung des Meßmikrofons benutze ich eine Drahtlosstrecke von Line6, die XD-V70L. Eine herausragende Eigenschaft dieser Funkstrecke ist die Linearität des Frequenz- und Phasengangs durch die digitale Übertragung. Bisherige analoge Funkstrecken sind in dieser Hinsicht kompromissbehaftet.
Zusammen mit einem Batteriespeisegerät von AKG kann ich kabellos mein Mikrofon am Meßpunkt positionieren. Das ist sehr praktisch, wenn andere Gewerke noch in der Halle arbeiten. Mittelfristig werde ich die Anzahl der gleichzeitig benutzbaren Meßmikrofone auf 3 erhöhen, 2 davon sollen kabellos sein.

Ein Auge auf das Spektrum:

Immer wichtiger wird die Überwachung des Drahtlosspektrums. Dafür benutze ich einen PC-gestützten Scanner von WinRadio.

Auch im 2.4GHz-Spektrum sollte man wissen, was los ist. Hier sind WLAN-Steuernetze in Betrieb und die Line6-Drahtlosstrecken senden in diesem Bereich. Auch für allgemeine Netzwerkanalyse ist ein Scanner nützlich. In meinem Fall ist das der WiSpy von MetaGeeks.

2011 – noch näher am Künstler:

Das nächste Werkzeug wird höchstwahrscheinlich ein iPad werden, um Monitormixe ohne die Pultbarriere verfeinern zu können.
Zwei Pulthersteller haben Apps zur Fernsteuerung herausgebracht, die sehr gute Ansätze darstellen, um dort arbeiten zu können, wo es zählt – Allen&Heath iLive MixPad und Yamaha M7CL StageMix.

Eine Antwort to “Werkzeuge eines Tontechnikers”

  1. Karsten Bänder Says:

    Auch Bluetooth, Mikrowellenöfen und theoretisch DECT-Schnurlostelefone (aber nicht in der EU) arbeiten im 2.4 GHz-Band, daher ist es immer gut, einen Blick darauf zu haben. Außerdem nutzt vielleicht auch der eine oder andere Musiker auf der Bühne ’ne Line6-Drahtlos. Schöner Bericht!

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