WinRadio WR-G33 WSM Testbericht

Mein neuer Scanner WinRadio WR-G33 WSM hat seine ersten Einsätze hinter sich, Zeit für eine kurze Zusammenfassung:

– Kauf: Sämtliche Händler haben das Gerät nicht auf Lager, Lieferzeit 6-8 Wochen, da der Hersteller in Australien sitzt. Da die Hardware auch mit der Wireless Workbench von Shure läuft: Der Shure-Vertrieb Deutschland war ein Treffer, ein Anruf und in nicht mal 24 Stunden war das Gerät hier. Danke nach Heilbronn.🙂

– Installation: streßfrei, Hardware per USB an den Rechner, Netzteil und Antenne verbinden, Installationsroutine starten, Programm starten. Das Ganze ohne Neustart und auf Windows 7.

– Freiburg, No Angels. Hier sind 10 Funkmikrofone und 4 In-Ear-Strecken von Seiten des Konzerthauses eingerichtet. Der Frequenzplan ist mustergültig stabil, der minimaler Abstand für Kanäle und die relevanten Intermodulationen beträgt 300kHz. Beim Soundcheck konnte ich keine Auffälligkeiten feststellen, kurz vor dem Auftritt entdecke ich 3 weitere Sender auf merkwürdigen Frequenzen. Das können ja nur ENG (Fernseh) -Teams sein. Schnell die Frequenzen in meinen Lieblings-Frequenzchecker von Alexander Lepges eingegeben und gecheckt, sie passen perfekt in den (sehr robusten) Frequenzplan. Super, Alles gut, die Show läuft dann auch erwartungsgemäß streßfrei.

– Berlin, No Angels. 5 Drahtlosmikrofone vom rbb, es werden Ground Plane Antennen und lizensierte Frequenzen benutzt. Dazu 4 In-Ear-Strecken. Leider mit Stummelantenne am Rack. Ich beschließe kurzfristig, meine Scan-Antenne als Sendeantenne zu benutzen, um an einen geeigneteren Ort zu kommen. Sie sitzt dann auf ihrem Magnetfuß am Monitorpult mit Sichtverbindung zu allen 4 Empfängern. Die Stummelantenne kommt an den Scanner und es kann losgehen. Inzwischen hat mir der WinRadio Service verraten, wie ich Marker setzen kann (Rechtsclick, darauf hätte man auch selber kommen können. Oder Anleitung lesen). Auf jeden Fall Danke für die schnelle Antwort, am Ende sogar auf Deutsch. Erwartungsgemäß brennt bei den Mikrofonen nichts an, man kann im tiefer gelegenen TV-Kanal noch schön einen entfernten DVB-T-Sender sehen.

– Hamburg, Dellé: Ich scanne routinemäßig mit, der Monitormischer der Band hat den Frequenzplan im Griff und den Sennheiser Wireless Systems Manager mitlaufen. Das Foto der unterernährten Sängerin beim Programmstart (ja, es war nicht die aktuellste Version der Software) ist mir nach wie vor ein Rätsel. Für die Vorband darf ich deren (Fest-)Frequenzen nutzen, mit der Vorgabe, daß die Sender nach dem Gig abgeschaltet werden (eigentlich logisch aber manchmal wird es „vergessen“. Eine klassische Fehlerquelle bei vielen Funkstrecken.). Das konnte ich durch den Scan auch sicherstellen.

Unter dem Strich ist der WR-G33 WSM ein nützliches Werkzeug wenn man professionell Drahtlossysteme einsetzt. Besonders der große  Scan-Bereich, die Speicherbarkeit von Umgebungen (mit Farbcodierung von Markern) und die Möglichkeit während der Show zu scannen (kein Verlust eines Empfängers) sind gute Erweiterungen der Hersteller-Softwares (Bis jetzt habe ich mit der Sennheiser und Audio-Technica-Software gescannt, je nach eingesetzten Drahtlossystemen).

4 Antworten to “WinRadio WR-G33 WSM Testbericht”

  1. […] This post was mentioned on Twitter by Christian Tepfer, Dominik. Dominik said: RT: WinRadio WR-33 WSM Testbericht: http://wp.me/pyN4l-76: WinRadio WR-33 WSM Testbericht: http://wp.me/pyN4l-76 http://bit.ly/5GSCyF […]

  2. […] WinRadio WR-33 WSM Testbericht « Klanggestaltung Blog […]

  3. Jörg Peter Says:

    Herzlichen Dank für den Testbericht!
    Gerne würde ich erfahren, wie der Lieblings-Frequenzchecker von Alexander Lepges heißt und wo ich diesen testen ggf. bestellen kann?

    Vielen Dank!

    Jörg

  4. Medard Rieder Says:

    Hallo Leute,

    Der Christian hat da ja einen wirklich tollen Testbericht geschrieben. Ich benutze ebenfalls einen WR-G33. Ich möchte hier meine Sicht der Dinge gerne zum Besten geben, auf die Gefahr hin dass nicht alle einverstanden sind.

    Zur Shure Wireless Suite möchte ich eigentlich nicht viel sagen, meiner Meinung nach ist sie in der Praxis nicht sehr tauglich. Mindestens die Live Scans mit dem WR-G33 sind unübersichtlich und nicht sehr schön. Für Shure wäre es wohl an der Zeit, endlich etwas zu tun, so in Richtung Digital. Die analoge Technologie haben die ja jetzt wohl bald genug amortisiert…

    Im Gegensatz zur Wireless Suite ist der Frequency Monitor schon einiges brauchbarer, da dieser extrem viel übersichtlicher und bedienbarer ist.
    Zur Zeit überwache ich damit in Leuk in der Schweiz eine Operette mit 22 Shuremikrofonen, davon 8 UHF-R und der REst UHF. Die Frequenzbänder sind MA und J2E. Beide sind heillos von DVB-T und anderen Fernsehkanälen durchsetzt und es bleibt gerade der minimal notwendige Platz für die Plazierung der Frequenzen. Was ich mir nun vom Wireless Monitor wünschen würde sind Spectrumfiles mit verschiedenen Frequenzbereichen die sequenziell gescannt werden, damit ich MA und J2E in einem einzigen Bild überwachen kann. Wenn ich das jetzt zun möchte, dass ist das möglich, aber der Scan von 580 – 850 MHZ dauert auch bei 100 kHz Schrittweite eeeeewig…

    Noch cooler wäre wenn das Scannen gemultiplext wäre: Man kann mehrere Spectrumfiles laden und diese werden pseudo-parallel gescannt. Das wäre echt der Hammer.

    Wenn einer von Euch also echt gute Beziehungen zu den Winradio Leuten hätte, könnte der meine „Wunschliste“ ja vielleicht weiterrreichen.

    Noch so kleine Details: Beim Laden eines Spectrumfiles bei laufendem Scan bleibt der aktuelle Scanbereich stehen, aber die Grafik wechselt. Für am Anfang zu erheblicher Verwirrung. Wäre also als Bug anzusehen.

    Und: Die Markerfiles sind nicht cool, weil sie immer geladen bleiben. So erlebt man einige Überraschungen wenn am in einem Bereich neiue Marker einfügt…

    So das wärs dann wohl. Lieben Gruss aus der Schweiz.

    /medard

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