Wisycom Test Teil 1

Der erste Teil des Wisycom-Tests ist gelaufen, System-Setup, Bedienung der Sender und des Empfängers, Einsprechen der Sender mit Gain- und LoCut-Anpassung.

Das Equipment:

Handsender MTH300 mit Shoeps Wechselkapseln (wir testen erst einmal die Nieren-Variante)

Taschensender MTP 30 mit Audio Technica Earset-Mikrofon

Doppelempfänger MRK 950 (da die Netzwerk-Option bei unserem Testgerät nicht verbaut ist lasse ich die Software außen vor, ein USB-Extender ist nicht an Bord und in hätte auch Bedenken, ob die bestehende ACE-Verbindung den Zusatz-Traffic verkraften würde)

Beim Setup fällt auf, daß Wisycom aus dem Intercom bzw. Broadcast-Bereich kommt. Die Sender sind recht leicht und hochwertig verarbeitet. Einstellungen werden über 4 Taster und ein Drehrad/Taster vorgenommen, ein OLED-Display zeigt Einstellungen und Geräte-Zustand an.

Die Sender-Features sind recht vielfältig:

– Gain in 2db-Schritten mit hochauflösender Pegelanzeige
– HF-Sendeleistung Low (10mW) und High (50mW) wählbar
– Low Cut bis 170Hz regelbar (praktisch, daß man sich die Bandbreite nicht mit Low-End verschenkt, welches man am Pult sowieso wegfiltern würde) Der Low Cut scheint recht zahm zu sein, ich schätze 12dB/Oktave
– alle Einstellungen können auch bei ausgeschaltetem HF-Teil vorgenommen werden, d.h. ein Spare-Sender ist bei laufender Show kein HF-Risiko

Der Empfänger ist ähnlich einfach über 3 Tasten und 1 Drehrad pro Kanal zu bedienen. Die Tasten gefallen mir auf Anhieb nicht so ganz, zu wenig Druckpunkt für meinen Geschmack. Wahrscheinlich bevorzuge ich sowieso die Software für umfangreiche Einstellungen. Alle üblichen Einstellungsmöglichkeiten sind vorhanden, der Squelch ist ziemlich fein regelbar. Es gibt eine Vorhörmöglichkeit am Gerät.
Hardwareseitig sind viele Optionen möglich, z.B. pro Kanal ein zweiter Ausgang, der am Sender per Tastendruck („Push to Talk“) aktiviert werden kann, für Moderatoren eine praktische Angelegenheit um z.B. auf einen Intercom-Kreis zu sprechen oder einfach nur als Räuspertaste.
Alle Ausgänge sind im Pegel schaltbar und haben eine Ground-Lift-Möglichkeit.

Beim ersten Ansprechen gefällt die Schoeps-Kapsel, morgen folgt ein Test mit Gesang.

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